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Alte Wege

Wir sitzen in unserer alten Stammkneipe.
Heute gibt es dort keine Käsesuppe mehr.
Völlig renoviert, gemütlich - aber es ist nicht
mehr das, was es mal war.

Wir erzählen von Früher, was wir hier alles
erlebt hatten, die besten Anekdoten kommen schnell.
Herzliches Gelächter, ja wir waren so richtig dumm und jung,
und es war einfach nur gut.
Mit ihr an meiner Seite, war alles nur noch halb so schlimm
und doppelt so lustig.


Wehmut überkommt mich. Schaue auf die Tür wie gewohnt, wenn sie auf geht, gespannt wer da rein kommen mag.
Aber sie sind alle weg, so wie ich. Oder sitzen bei ihren Frauen/ Männern zu Hause auf der Couch.

Fremde Gesichter, fremde Stadt. Alles hat sich verändert,
bis auf ein paar Fragmente.

Wir haben uns auch verändert, irgendwie. Es musste ja so sein. Unseren Humor haben wir behalten, und unsere Freundschaft.

Wir schlendern durch die Stadt. Es fühlt sich so vertraut und fremd gleichzeitig an. Ich schweige.So viele Erinnerungen. So viel Lachen, soviele Tränen.

Irgendwie möchte ich jetzt die Zeit anhalten, nicht darüber nachdenken, das irgendwer ,irgendwann auf uns wartet.
Spontan verrückt sein, wie sonst auch - mit ihr.

Sie schaut mich an, unterbricht das Schweigen, und spricht
meine Gedanken aus.
Nur wenn man jemanden wie seine Jackentasche kennt, geht das.

Diese Stadt, war nie meine wirkliche Heimat, darum bin ich ja weg, wieder hier her. Zurück zu den Wurzeln.
Aber es hängen Seelenanteile dort, und sie, die sich einfach nicht von mir umsiedeln lässt....

Ich komme wieder. Wie immer. Und wie alt ich werden mag.

Und dann gehen wir wieder zusammen, ein Stück neue, alte Wege.




( Quelle : Hagener Stadtgeschichte Facebook )

18.1.18 20:53, kommentieren

Alles so richtig falsch

Es gibt Tage,

da weißt du schon vor dem Aufstehen,
das heute ein richtig falscher Tag ist.

Die leise Vermutung, die sich ankündigte,
wird dann schliesslich zum Paukenschlag:
Alles läuft heute verkehrt.

Nichts will so richtig, jede Kleinste
normale Aktion, scheint sich zu verkomplizieren.


Alles und jeder sind plötzlich im Kollektiv
gegen dich verschworen, selbst die Kaffeemaschine,
die doch immer zu mir hält.


Und dann merke ich, das ich nicht mehr aus meiner
Haut kann.

Dann bin ich auch noch so richtig falsch zu meinen
Mitmenschen, reagiere über, total deplatzierte Sprüche,
oder habe Haare auf den Zähnen.

Genervt, laut, ungeduldig, unfair.
Mache damit natürlich alles noch schlimmer.

Dann hilft nur tief durchatmen, Krone grade rücken,
und .....

....der Tag kann heute nur noch besser werden !

17.1.18 09:27, kommentieren